Der berliner STARThilfe e.V. bietet Leistungen zur Teilhabe für Menschen mit geistiger bzw. seelischer Behinderung.
Wir sind uns bewusst, dass der Begriff „Menschen mit Behinderungen“ den Kern unseres Verständnisses von Behinderung nicht trifft, jedoch findet dieser Begriff in den für uns relevanten Sozialleistungsgesetzen (SGB XII, ...) Anwendung.
Um Verwirrungen bzw. Missverständnisse auszuschließen, haben wir uns entschlossen, in unseren Konzeptionen und Publikationen, so auch auf dieser Website, diesen Begriff zur Beschreibung unserer Zielgruppen zu verwenden.
Für den Begriff "Behinderung" gibt es in Deutschland bisher keine allgemein anerkannte Definition bzw. einheitliche Verwendung des Begriffs in den jeweiligen Sozialleistungsgesetzen. Es werden die Begriffe „Behinderung“, „Schwerstbehinderung“, „von Behinderung bedroht“ verwendet. Auf diesen Zuordnungen beruhen die Leistungen der jeweiligen Sozialgesetzgebung.
Die Betroffenen selbst finden in der Regel andere Bezeichnungen sinnvoller. So bezeichnen sich z.B. die Menschen mit geistiger Behinderung der Organisation „Peoples First“ als „Menschen mit Lernschwierigkeiten“. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat mit der internationalen Klassifikation der Funktionsfähigkeit, Behinderung und Gesundheit (ICF) eine umfängliche Definition vorgenommen, die u.a. das Maß der Teilhabe am öffentlichen, gesellschaftlichen und kulturellen Leben und die Wechselwirkung zwischen der Person und ihren Kontextfaktoren einbezieht.
Gemäß Artikel 1 der UN-Konvention zählen zu den Menschen mit Behinderungen „Menschen, die langfristige körperliche, seelische, geistige oder Sinnesschädigungen haben, die in Wechselwirkung mit verschiedenen Barrieren ihre volle und wirksame Teilhabe gleichberechtigt mit anderen an der Gesellschaft behindern können.“ Die Konvention bildet das Zusammenwirken von Behinderung durch gesellschaftliche Rahmenbedingungen einerseits und individuelle körperliche, seelische und geistige Einschränkungen andererseits ab.
Dieser Definition fühlen wir uns in unserem Verständnis von Behinderung verpflichtet. Wir halten es für notwendig, dass ein Umdenken bezüglich des weit verbreiteten medizinischen Modells bzw. des defizitorientierten Ansatzes erfolgt. Unser Verständnis von Behinderung ist von der Wertschätzung der Menschen mit Behinderungen geprägt und unsere Angebote sind in erster Linie Leistungen zur Teilhabe für diesen Personenkreis.