Radreise nach Fürstenberg – ein Reisebericht

Samstag 13.06.20 / 20 km
Eigentlich war vorgesehen, mit der Bahn bis nach Zehdenick zu fahren, dann auf dem Havel-Radweg bis nach Fürstenberg. Doch die Unwettermeldungen für den Tag haben uns anders entscheiden lassen. So sind wir mit der Bahn gleich bis Fürstenberg gefahren.

Die Jugendherberge war zur Ankunft leider noch geschlossen. So haben wir einen Ausflug mit den Rädern nach Himmelpfort gemacht. Das ist der Ort, wohin Kinder ihre Wunschzettel an den Weihnachtsmann schicken. Die Fahrt dauerte aber länger als gedacht, denn wir hatten nach ca. 4 km eine größere Panne; ein Schlauch hatte plötzlich einen Plattfuß. Und das in mitten der sengenden Hitze (ca. 35 Grad) an diesem Tag!

Ein erfrischendes Kaltgetränk hat uns später etwas entschädigt. Auf dem Rückweg drohten über uns schon die Gewitterwolken und es tröpfelte auch schon heftig. Etwas nass kamen wir in Fürstenberg an und hüpften gleich in ein eine kleine Gaststätte. Das Abendessen hatten wir in einem schönen Restaurant für 19 Uhr vorbestellt (schon wegen Corona). Nach einem Aufwärmen sind wir und dann zur Jugendherberge zurückgefahren. Also trocken werden, Betten beziehen und dann pünktlich zum Restaurant „Templiner Hof“. Die Bewirtung und das Essen waren großartig !!! Wir dachten das Unwetter sei vorbei… doch denkste ! Auf dem Nachhauseweg sind wir in einen echten Wolkenbruch geraten. Nass bis auf die Haut ! Das Wasser auf den Straßen stand 10 cm hoch ! Einige sind sogar an der DJH vorbeigefahren, denn durch den Regen war kaum etwas zu erkennen. Am Abend wartete dann doch recht früh das Bett auf uns.

Sonntag, 14.6.20 / 10 km
Nach einem ausgiebigen Frühstück unter „Corona-Bedingungen“ (in der ganzen Jugendherberge waren lediglich ca. 10 Gäste da.) hatten wir uns für heute vorgenommen, die Gedenkstätte Ravensbrück (Das ehemalige größte Frauen-KZ) zu besuchen. Es waren nicht alle Räume offen, doch wir hörten uns einen sehr interessanten Vortrag auch mit Bildern an. Natürlich waren wir alle von dem gesehenen und gehörten betroffen. Einen langen Rundgang machten wir danach noch durch das Gelände.

Anschließend sind einige zum Baden an den Röblinsee gefahren. Unsere Vorfreude auf den Besuch eines vorgebuchten schönen italienischen Restaurants direkt am Wasser („Ristorante Al Porto“) und unser Hunger waren sehr groß. Und wir waren alle zufrieden.

Montag 15.06.20 / 25 km
Bei schönstem Wetter haben wir draußen frühstücken können. Gut gestärkt sind wir danach aufgebrochen auf dem Havel-Radweg Richtung Westen zum Naturcamping am Ellbogensee. Dabei gab es schon einige Hügel die wir rauf strampeln mussten. Dort angekommen haben wir es uns gut gehen lassen beim baden oder faulenzen.

Nach einer Erholungspause in der Jugendherberge ging es wieder zu dem tollen „Italiener“ von gestern. Was für ein schöner Abschluss.

Dienstag, 15.6.19
Die im Vergleich zu den letzten Jahren doch recht verkürzte Reise ging an dem Tag zu Ende. Die Zugfahrt ging recht schnell. Der Transport der Fahrräder am Bahnhof Fürstenberg gestaltete sich recht SCHWER, denn es gibt weder eine Rolltreppe noch einen Fahrstuhl.
Alle waren jedoch recht zufrieden mit der Fahrt und hoffen auf eine weitere Tour im Jahr 2021.

Am Bahnhof Gesundbrunnen trennten sich unsere Wege und wir verabschiedeten uns voneinander.

Tschüss, vielleicht bis zum nächsten Jahr, im Jahr 2021, zur 21. Tour!

Fotos: Archiv berliner STARThilfe e.V.