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2014 – Verbund-Rad-Reise Spree-Radweg von Spremberg nach Erkner

Verbund-Radreise auf dem Spree-Radweg, 15.06.-21.06.2014 von Spremberg nach Erkner

Tagebuch: Cindy Poot & Fotos: Johannes Bittner

Verbund-Rad-Reise 2014

Bild: Archiv berliner STARThilfe e.V.

Mitreisende: Mathias, Andreas, Kristin, Johanna, Sebastian, Jens, Maxim, Knut, Cindy, Marco, Bert, Hannes, Nico, Norbert, Willy

Sonntag: (Zug Berlin > Spremberg)
Spremberg > Cottbus
30 KM
Montag: Cottbus > Burg 45 KM
Dienstag: Burg (Ruhetag) 30 KM
Mittwoch: Burg > Lübben 40 KM
Donnerstag: Lübben > Köthener See 35 KM
Freitag: Köthener See > Bad Saarow 50 KM
Samstag: Bad Saarow > Erkner
(S-Bahn Erkner > Berlin)
70KM
Gesamt-km 300 KM

Wie in den Jahren zuvor gab es auch 2014 eine Verbund-Rad-Reise der berliner STARThilfe e.V.. Diesmal führte unsere Reise durch den schönen Spreewald. Mit Fahrrädern und Gepäcktaschen beladen trafen wir uns am Sonntag, 15.06.14 um 9 Uhr an der Weltzeituhr am Berliner Alexanderplatz und fuhren mit 11 Kunden und Kundinnen und vier Sozialpädagogen mit dem Zug nach Cottbus.

Der Zug war rappelvoll beladen mit Fahrrädern, sodass wir einige Mühen hatten alle Fahrräder in den dafür vorgesehenen Abteilen unter zu bekommen. In Cottbus stiegen wir in den Zug nach Spremberg um. Auch dieser Zug verfügte nur über zwei Fahrradabteile, sodass ein Reisebegleiter mit Fahrrad nicht mehr hinein passte und daraufhin den Tag in Cottbus verbrachte. Da wir unsere erste Nacht aber eh in Cottbus in der Jugendherberge hinter der Klosterkirche verbringen sollten, war das nicht weiter tragisch. Die restliche Reisegruppe trat währenddessen ihre erste Fahrtroute von Spremberg zurück nach Cottbus an. Die Fahrt an der braunen eisenhaltigen Spree entlang verlief reibungslos. Mit 30 km am ersten Tag erfolgte ein guter Einstieg und man hatte sich beim Radfahren noch nicht allzu sehr verausgabt.

Der darauffolgende Montag, 16.06.14 begann mit einem Geburtstagsfrühstück und Geburtstagsständchen für einen unserer Kunden. Im Anschluss daran wurden die Fahrräder startklar gemacht und die Fahrt ging weiter vorbei an Weizen-, Roggen- und Gerstenkornfeldern von Cottbus nach Burg. Hier hätte man es sich sicherlich gemütlich machen können, denn im Kornfeld ist bekanntlich immer ein Bett frei. Unterwegs begrüßte uns eine Bisamratte, die in der Spree gemütlich ihre Runden drehte. Am Neuendorfer Oberteich machten wir an der „Maustmühle“ Rast um ein kühles Getränk oder einen Kaffee zu uns zu nehmen. Schließlich kamen wir auf unserer Route an einem nahe gelegenen See vorbei. Einige unserer Kunden und Kundinnen und Sozialpädagogen nutzten die Gelegenheit um sich eine Abkühlung zu verschaffen.


Kurz vor Burg trafen wir auf eine Chorgruppe älterer Damen, die uns eine Kostprobe ihrer Gesangskünste offenbarte. Am Ortseingang von Burg machten wir in einem Café halt, wo wir lecker Kuchen und Plinsen verspeisten. In Burg angekommen wurden schnell die Zimmer verteilt und die landestypischen Speisen verputzt– es gab Pellkartoffeln mit Quark und Grützwurst – da ja bereits um 18 Uhr das Fußball WM Spiel Deutschland gegen Portugal angepfiffen wurde. Überraschender Weise konnte die deutsche Mannschaft das Spiel gegen Portugal mit einem 4:0 für sich entscheiden. An diesem Tag legten wir eine Strecke von 45 km zurück.


Der dritte Tag, Dienstag, 17.06.14 war ein Ruhetag. Nach dem Frühstück wurden verschiedene Vorschläge für Freizeitangebote unterbreitet. Eine Gruppe hatte sich dazu entschlossen einen erholsamen Tag in der Therme zu verbringen. Die anderen trieb es wieder auf die Fahrräder, mit dem Ziel die Umgebung näher zu erkunden. Die Fahrradgruppe hatte sich zuerst zu einer Kanufahrt im Spreewald entschlossen, die aufgrund einer zu langen Wartezeit bis zur nächsten Fahrt dann ausfiel. Angesichts des starken Mückenbefalls im Spreewald war das auch nicht weiter tragisch. Stattdessen fuhren wir nach einem deftigen Mittagessen weiter zur Slawen-Burg in Raddusch. Die Fahrradtruppe legte an diesem Tag erneut 30 km zurück. Am Abend wurden die Fahrräder inspiziert und anschließend gegrillt.


Am vierten Tag, Mittwoch, 18.06.14 ging es über Stock und Stein von Burg über Leipe und Lübbenau nach Lübben. Unterwegs machten wir in Leipe Rast in einem Biohof. In Lübben hielten wir in einem Strandbad. Die Gelegenheit wurde von einigen genutzt, um Baden zu gehen, am Strand Frisbee zu spielen oder sich einfach nur auszuruhen. Anschließend kehrten wir in einem Café an der Spree ein, um Kaffee und Kuchen zu essen. In der Kinder- und Jugendeinrichtung „Die Insel“ bezogen wir in 4-er-Bungalows unser Quartier. Anschließend gingen wir in dem „Gasthof zum Goldenen Löwen“ lecker essen. Am Abend konnten Fußballbegeisterte das Spiel Spanien gegen Chile verfolgen, wobei die Chilenen unerwartet mit 2:0 den Sieg errungen. An diesem Tag fuhren wir ca. 40km.


Am fünften Tag, Donnerstag, 19.06.14 nahmen wir unser Frühstück bei einem ortsansässigen Bäcker ein. Dann fuhren wir von Lübben vorbei an vielen Seen, die viele Schwäne beheimaten, zum Köthener See. Unterwegs kehrten wir in Groß Wasserburg im „Gasthaus Meier“ ein. In Köthen angekommen, gab es Probleme mit der Zimmeraufteilung. Irgendwie sei unsere Reservierung durch ein neues Computersystem durcheinander geraten. Auch beim Abendessen hatte man uns augenscheinlich nicht so richtig mit eingeplant. Am Ende sind dennoch alle satt geworden und hatten einen Schlafplatz. Nach dem Abendessen zündeten wir am See ein Lagerfeuer und ließen den Abend entspannt bei einem idyllischen Sonnenuntergang ausklingen. Am Abend konnte wer Lust hatte wieder das allabendliche WM Fußballspiel England gegen Uruguay verfolgen. An diesem Tag legten wir eine Strecke von 35 km zurück.


Am sechsten Tag, Freitag, 20.06.14 fuhren wir vom Köthener See nach Groß Wasserburg zurück zum Gasthof Meier, da uns der Wirt nicht wie versprochen die Rechnung in Köthen vorbeibrachte und wir diese holen mussten. Danach ging es weiter an dem Neuendorfer See entlang. In Alt Schadow machten wir Rast um zu speisen und zu trinken. Danach verließen wir den Spreeradweg was keine gute Idee war, da wir uns anschließend verfahren haben. Nachdem wir wieder auf dem richtigen Weg waren, machten uns sandige Wege ganz schön zu schaffen. Wir rutschten immer wieder mit den Fahrrädern weg und mussten diese schieben. Schließlich kamen wir irgendwann in Storkow an, wo wir in einer Eisdiele mit einem großen Eisbecher für die Strapazen belohnt wurden. Weiter ging es über Wendisch Rietz am Scharmützelsee entlang nach Bad Saarow Pieskow, wo wir in der Jugendherberge einkehrten. Diesmal waren es ca. 50 km.


Der letzte Tag, Samstag, 21.06.14 war geprägt von Heimkehrstimmung. So machten wir uns auf und fuhren von Bad Saarow Pieskow über Fürstenwalde auf den Spreeradweg. In Hangelsberg machten wir in einem Gaststätte zum essen Halt. Der Zeitpunkt war günstig gewählt, da anschließend eine große Regenhusche über uns hinweg zog.


Währenddessen konnten die Kunden und Kundinnen zu den Eindrücken der Reise befragt und Anregungen für das nächste Jahr eingeholt werden. Aufgrund einer falschen Beschilderung drehten wir noch mal eine extra Runde und korrigierten das Schild durch einen Umbau, sodass es wieder die richtige Richtung anzeigte.


In Erkner angekommen trennten sich unsere Wege, einige fuhren mit dem Zug andere mit der S-Bahn Heim. An diesem letzten Tag legten wir die größte Strecke von 70 kmzurück. Insgesamt erreichten wir auch dieses Jahr eine stolze Gesamt-Kilometer-Länge von 300. Ob die im nächsten Jahr zu toppen sein wird?

Bericht: Cindy Poot